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Kategorie: Matchberichte 1. Mannschaft

Matchbericht Frauenfeld vs. 1. Mannschaft

Matchbericht Frauenfeld vs. 1. Mannschaft

Die Heeb-Elf gestaltet auch das vierte Saisonspiel erfolgreich und steht mit der maximalen Punkteausbeute da. Das Spiel am Samstag darf aber gut und gerne als Schuss vor den Bug bezeichnet werden, denn die Leistung der Tobler war eigentlich schlicht ungenügend. Getragen von der einmal mehr unglaublichen Zuschauerunterstützung für den FCT sorgte aber R. Manz mit einem Traumtor in der Nachspielzeit für Tobler Glücksgefühle.

Eigentlich hatte alles so gut begonnen an diesem sonnigen Samstagabend. Der FCT startete druckvoll in die Begegnung und konnte einige Angriffe fahren, die in Eckbällen mündeten. Einen davon (getreten durch Lapcevic) erreichte am zweiten Pfosten den heranbrausenden Loser, der mit seinem linken Aussenrist das frühe 1:0 markierte.

FC Tobel

Corner Lapcevic, Tor Loser – perfekt eingefangen vom Ersatz-Fotografen

Dann flachte aber das Spiel früh ab. Tobel blieb aufgrund des sehr umtriebigen Flück zwar die etwas gefährlichere Mannschaft, brachte es aber nicht fertig, eine hochkarätige Torchance herauszuspielen. Zu lethargisch war der Auftritt, zu sehr ruhte man sich auf dem Vorsprung aus. Frauenfeld hingegen schaffte es nicht, an der sicherstehenden Verteidigung des FCT vorbeizukommen (Durchschnittsalter 18 Jahre) und blieb bis zur 45. Minute ebenfalls ohne Torabschluss. Dann rutschte der erneut gross aufspielende Kämpf aber im dümmsten Moment aus, Topscorer Dancic schnappte sich den Ball und zog aufs Tor, schloss dann aber viel zu früh aus 20 Metern ab und semmelte den Ball aber kläglich weit am Tor des FCT vorbei.

Die Devise war klar: Wie gegen Wil sollte nun in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht werden. Dies konnte aber für einmal nicht umgesetzt werden, im Gegenteil: Frauenfeld kam stärker auf und war in der zweiten Halbzeit das bessere Team. Die wendigen und wirbligen Offensivspieler liessen den FCT zu viel Fokus auf die Defensive legen. Diese hielt zwar, doch darunter litt der Angriff und das Spektakel nach vorne. Dank des souveränen und sicheren Schiedsrichters lief die immer hitziger werdende Partie aber nicht aus dem Ruder. Die gefährlichen Aktionen hatte nun Frauenfeld: Zwei Kopfbälle strichen am Tor vorbei, zwei Mal rettete Barberi mit mutigen Ausflügen die Führung. Bei der gefährlichsten Aktion konnte ein Frauenfelder allein aufs Tor ziehen. Statt die Mitspieler in der Mitte zu suchen, entschied er sich für einen Abschluss auf eigene Faust, den Barberi aber aus kurzer Distanz in den Corner lenken konnte. Der FCT schien die Führung über die Ziellinie schaukeln zu können, doch in der 89. folgte der Hammer: Eine Verkettung verunglückter Aktionen führte zum 1:1-Ausgleich. Zuerst liessen die Spieler des FCT den Gegner im Zentrum gewähren, dann verpasste die Defensive das taktische Foul. Den folgenden Steilpass versuchte Captain «Ju-Air» Barberi zu unterbinden, doch der äusserst sympathische und schnelle Flügelspieler Huser kam vor ihm an den Ball. Der Schuss des Frauenfelders Richtung leeres Tor glich dann aber einem Rückpass, Tadic spurtete zurück und schien den Ball von der Linie wegzuräumen, doch irgendwie rutschte er doch noch durch und die Hauptstädter brachen in Jubelstürme direkt vor den mitgereisten FCT-Anhängern aus.

FC Tobel
Der Jubel nach dem 1:1 – Huser stellt sich vor die Gästeanhänger, was die Emotionen hochkochen lässt

Die sowieso schon sensationelle Stimmung auf den Rängen kochte nun beidseitigs über, was beide Teams nochmals motivierte. Trotz aller Kritik muss man nun dem FCT aber ein Kränzchen winden, denn die Spieler schalteten plötzlich um und zeigten absoluten Siegeswillen: Wagner lancierte Zweifel über links, der gegen seinen Gegenspieler einen letzten Eckball herausholen konnte. Der FCF formierte sich im 5 Meter-Raum und vergass den auf 20 Meter vor dem Tor freistehenden R. Manz. Zweifel reagierte blitzschnell und schlug einen perfekten Pass zum Strafraum, wo R. Manz von gefühlt 300 herauslaufenden Spielern attackiert wurde. Der Mittelfeldmotor entschied sich für die Direktabnahme – und was für eine: Vollspann zog er ab und zimmerte das Leder mit einem Gewaltsschuss unter die Latte.

FC Tobel
Remy Manz zieht voll ab und donnert das Gerät ins Netz

Der Platz 2 in Frauenfeld glich einem Hexenkessel und die Nummer 2 musste die Quittung für den zuvor sehr provokanten Torjubel anhören. Wenig später pfiff der Unparteiische die Begegnung ab.

FC Tobel
Die anschliessenden Festivitäten fielen der Mannschaft um einiges leichter als das Spiel

Nach dem punktemässig perfekten Saisonstart steht in der Meisterschaft eine kurze Verschnaufspause an. Die Heeb-Elf tritt nämlich nächste Woche zum Cup 1/16-Final an. Gegner ist das 4.Liga-Spitzenteam aus Gams, das in 4 Spielen bereits 19 Tore erzielte. Anpfiff ist am Sonntag um 14:00 in Gams.

Matchtelegramm:

Fc Frauenfeld II – Fc Tobel-Affeltrangen        1:2 (0:1)

Tore: 5. Loser 0:1, 89. Huser 1:1, 93. R. Manz 1:2

FCT: Barberi; Kämpf (46. Zweifel), Tadic, Loser; Lapcevic (80. Fasel), R. Manz, Eisenring, N. Manz; Kramer (75. Rocheteau), Wider (60. Egger); Flück (70. Di Bella, 85. Wagner)

Matchbericht FC Wil 1900 vs. 1. Mannschaft

Matchbericht FC Wil 1900 vs. 1. Mannschaft

Die Heeb-Elf schlägt den Fc Wil auswärts mit 4:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die dank zwei Eckballtoren in einer glücklichen 2:0-Führung für die Gäste endete, hatten die Wiler im zweiten Umgang nicht mehr viel entgegenzusetzen. Eisenring dominierte das Spielfeld in Punkto Zweikämpfen und mit zwei Kopfballtreffern, Lapcevic steuerte gleich 4 Assists bei.

Zu den Bildern…

FC Tobel
Alles in Butter auf dem Kutter – Wider zeigts an: 4:0 in Wil

Eine komplizierte Spielvorbereitung des FCT mündete darin, dass Barberi aufgrund schlechter Packfähigkeiten mit Tape zusammengeklebten Stollenschuhen (bei gefühlt 30 Grad) im Tor stand. Die wiffen Wiler spürten das etwas lethargische Aufbauspiel des FCT (heute mal ohne R. Manz, Hollenstein, Rieser und Wagner) und kamen mit frühem Pressing gut in die Begegnung. So gab es gleich auf beiden Seiten eine Topchance: Barberi (mit suboptimalem Schuhwerk, siehe vorne) liess sich zu einem kleinen Dribbling im 5-Meterraum hinreissen – das funktionierte gerade noch so, der folgende Abschlag unter Druck geriet aber einem Wiler in die Füsse, dessen Abschluss aus 25 Metern aber wieder dem Torwart in die Arme gespielt wurde. Auf der anderen Seite entwischte der wirblige Flück den Hünen in der FCW-Verteidigung, scheiterte aber am Torwart.

Flück kann im 1vs1 nicht reüssieren – starke Parade des niederländisch angehauchten Keepers

Die frühe Führung gelangt dann aber trotz gutem und engagiertem Start nicht dem Heimteam, sondern den Gästen. Ein Lapcevic-Corner wurde abgewehrt, fiel dann aber vor die Füsse von Kramer (den Coach Heeb in weiser Umsicht vor 20 Sekunden eben noch nach vorne beordert hatte). Dieser nahm den Ball mit der Brust an und versorgte in Volley in der unteren Ecke zum 1:0.

Kramer (rechts)  zieht ab – der Ball schlägt ein

Nicht lange dauerte es bis zum nächsten Eckball – und dem nächsten Treffer: Lapcevic fand mit seiner perfekten Hereingabe den Kopf von Jan «Eisengrind» Eisenring, der mit ansehnlicher Rückwärts-Kopfballtechnik auf 2:0 stellte.

Eisengrind: ungedeckt und souverän netzt er ein. Was macht Loser da? Steigt er zum Kopfball oder jubelt er schon?

Die Wiler waren ob des unglücklichen Rückstandes ziemlich geschockt. So hatte Tobel eine Phase, in der sie sogar noch hätten nachlegen können. Das wäre dann dem guten aber etwas zu viel gewesen, die beste Gelegenheit vergab Flück – den Torhüter bereits umspielt, konnte er nicht mehr genügend Druck hinter den Ball bringen und traf nur das Aussennetz.

Kein Treffer: Der bereits geschlagene Torhüter kann den Ball ans Aussennetz pusten

Die Partie war nun sehr ausgeglichen, bis zur Pause konnten dann die Gastgeber noch zwei gute Möglichkeiten verzeichnen. Ein Freistoss aus dem Halbfeld schien Beute von Torwart Barberi zu werden – mittlerweile durch Di Bella übrigens mit normalen Schuhen versorgt und damit auch fähig, den Ball normal aus der Gefahrenzone zu spedieren, das Samstags-Verkehrschaos in Wil lässt grüssen. Zurück zum Freistoss: Barberi wurde attackiert, der Ball flog ins Tor, aufgrund einer Torhüterbehinderung wurde der Treffer aber aberkannt. Kurz vor der Pause brach dann Captain Widmer, der gefährlichste Fc-Wil-Spieler, durch. Doch Barberi konnte im 1 gegen 1 mit einer reaktionsschnellen Fussabwehr parieren und hielt damit die Führung fest. Für den Rest des Spiels tat sich Widmer als Gegenspieler des überragend agierenden Eisenring sehr schwer.

Ménage a trois: Widmer (weiss) und Barberi prallen zusammen, Eisenring fällt unsanft auf den Rücken

Coach Heeb war zur Halbzeit mit dem Spiel seiner Mannschaft keineswegs zufrieden und schwor die Truppe darauf ein, im zweiten Umgang praktisch alles besser zu machen. So viel vorneweg: dies konnte die Mannschaft umsetzen, der FCT war im zweiten Umgang die klar dominierende Mannschaft. Die Wiler hatten nun keinen Zugriff mehr aufs Spiel und konnten sich auch keine echte Torchancen mehr herausspielen – zwei Steilpässe, die von Barberi abgelaufen wurden, waren die einzigen Aufreger. Das 3:0 in der 56. Minute kam daher schon einer Art Genickbruch gleich. Lapcevic brachte den Ball akrobatisch, aber Punktgenau zur Mitte – Flück bewahrte kühlen Kopf und versorgte das Leder souverän.

Ebenfalls überragend: Lapcevic brachte vier Vorlagen, hier der Assist zum dritten Treffer (eigentlich glaubte ich, es wäre eine flache Hereingabe gewesen, doch die Bilder sagen etwas anderes. Kann mich nicht mehr genau erinnern, vielleicht ist dieses Bild auch ein bisschen Fake News)
Diebische Freude: Flück freut sich über seinen Treffer (oben) und bedankt sich dann beim Vorlagengeber Lapcevic (unten)

Chancen zum Führungsausbau wären für den FCT weiterhin genügend vorhanden gewesen: Kramers Solo schwankte zwischen Weltklasse (Zidane-Roulette gegen 2 Gegenspieler) und Kreisliga (Abschluss ins Kraut), Di Bella vertändelte einmal den Ball, als er alleine aufs Tor hätte ziehen können und wurde dann bei seinem zweiten Versuch aus Tobler Sicht vermutlich regelwidrig von den Beinen geholt – der Schiedsrichter beurteilte die Situation aber anders.

Schade Schokolade 1: Di Bella verliert im letzten Moment die Kontrolle über den Ball, der Schlussmann stiehlt ihm den Sack vom Fuss
Schade Schokolade 2: Di Bella wird auf dem Weg zum Tor gestoppt. Klar zu erkennen, dass es seiner Meinung nach ein Foul war. Haziraj ist sich keiner Schuld bewusst, der Schiedsrichter liess weiterlaufen

Dass es trotzdem noch mit 4:0 endete, dafür war dann Eisenring persönlich besorgt. Eine geniale Flanke Lapcevics versorgte der mitgelaufene Puncher natürlich mittels Eisengrinds in den Netzmaschen. Dass defensiv nichts mehr passierte, lag auch immer wieder am starken 17-jährigen Kämpf, der in der Innenverteidigung eine erneut sehr starke Visitenkarte abgab.

Eiskalt, Eisenhart und die Postur vom Rind – Das ist unser Jean Eisengrind!

Matchtelegramm:

Fc Wil – Fc Tobel-Affeltrangen            0:4 (0:2)

Tore: 8. Kramer 0:1, 12. Eisenring 0:2, 56. Flück 0:3, 71. Eisenring 0:4

FCT: Barberi; Kämpf, N. Manz, Loser; Lapcevic, Eisenring, Castellana (75. Tadic), Kramer; Wider (80. Rocheteau), Egger (65. Bachmann); Flück (70. Di Bella)

Rosen sind Rot, Veilchen sind blau – triffst du auf ihn, ist dein Tag zur Sau.
Matchbericht 1. Mannschaft vs. FC Münchwilen

Matchbericht 1. Mannschaft vs. FC Münchwilen

Manchmal ist es ein Kampf, nach dem letzten Saisonspiel noch einen würdigen Matchbericht zu verfassen. So ging es auch mir, nach dem Sonntagsspiel musste die Feder etwas ruhen. Um die Saison zu komplettieren, hier aber doch noch der Spielbericht gegen Münchwilen:

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Es war ein Krampf, was den vielen Zuschauern in Münchwilen geboten wurde. Doch letztlich setzte sich der FCT mit 2:0 verdient durch. Dank Schützenhilfe von Glarus konnte auch der FCM den Ligaerhalt feiern, sodass am Ende beide Mannschaften jubelten.

Es mutete schon etwas bizarr an, als in der 90. Minute der Trainer des FCM, Giuliano Tobler, wild schreiend aufs Feld rannte und vor Freude beinah die Werbebanden einschlug. Dies zu einem Zeitpunkt, als sein Team bereits geschlagen mit 0:2 zurücklag. Doch die Kunde aus Glarus, das Ebnat-Kappel schlug, liess wohl viel Druck von einigen Funktionären der Münchwiler abfallen.
Der Heeb-Elf war klar, dass sich das Spiel in Münchwilen anders entwickeln wird als gegen Flawil. Dies lag einerseits am Gegner, der sich weit zurückzog und mit schnellem Umschaltspiel in die Spitzen zu Torchancen kommen wollte, andererseits war das sonst starke Umschaltspiel des FCT an diesem Sonntag kaum vorhanden. Die Spieler liessen sich etwas einschläfern und fanden kaum gute Lösungen, um die Räume zu bespielen, die durchaus vorhanden gewesen wären. So besass der FCT zwar viel Ballbesitz, konnte aber wenig Kapital daraus schlagen. Erst nach einer halben Stunde lancierte Wagner mit einem tollen Zuspiel R. Manz, der sich weiterhin einer brillanten Form bekundet und den gegnerischen Torwart locker ausspielte: 0:1. Wenig später hallte ein Raunen durch die Menge, als Oliveira und Pais mit einem Gewaltsschuss richtung Winkel Schlussmann Diggelmann prüften, der aber mit einer tollen Parade zum Eckball klärte. Erst in den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit tauchte Münchwilen auf, Tobel verlor etwas den Tritt, mehr als ein Abschluss, den Spadavecchia ins Aussennetz setzte, schaute aber für die Gastgeber nicht heraus.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich Münchwilen gewillt, offensiver zu spielen und störte den FCT nun früher. Trotz mehr Spielanteilen führte dies nicht zu Torchancen. So dauerte es bis zur 86. Minute, als Rogg der etwas hüftsteifen Innenverteidigung entwischte und wie R. Manz den Torwart ausspielte: 0:2 und die Entscheidung zugunsten des FCT. Ein weiterer Treffer von Rogg in der Nachspielzeit wurde aufgrund einer vermeintlichen Offsideposition aberkannt. Kurz vor Schluss wurde dann noch Widmer gebührend verabschiedet und ausgewechselt – und wie sagen die badener so schön: Dangge Fredi und Numme net huddle!

Die Heeb-Elf beendet damit die Saison auf dem hervorragenden zweiten Platz und musste sich einzig Aufsteiger Herisau geschlagen geben. Man darf gespannt sein, auf welche Gegner das Team nächste Saison treffen wird und ob der aktuelle Schwung nahtlos mit in die neue Spielzeit genommen werden kann. Die Torjägerkrone teilen sich R. Manz und Kramer
.
Matchtelegramm:

Fc Münchwilen – Fc Tobel-Afeltrangen 0:2 (0:1)

Tore: 29. R. Manz 0:1, 86. Rogg 0:2

FCT: Barberi; Fasel, Rieser, N. Manz; Lapcevic, R. Manz, Wagner, Oliveira Pais; Kramer, Egger; Wider

Eingewechselt: Widmer, Flück, Rogg, Zweifel, Castellana, Di Bella