“FCT Inside” mit Florian Holenstein

“FCT Inside” mit Florian Holenstein

Florian Holenstein ist Vorstandsmitglied, Trainer und Verantwortlicher Préformation+ beim FC Tobel-Affeltrangen.

 

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Florian, nach der Hälfte der Meisterschaft stehen du und dein Team auf dem sehr guten 3. Platz. Was war im Vorfeld die Zielsetzung für die Herbstmeisterschaft?

Die Zielsetzung war wie jedes Jahr die Promotion zu halten. Den jüngeren Jahrgang an den 11er Fussball langsam ran zu bringen. Wenn dies gelungen ist, schaut man dann weiter.

Für Matthias und mich ist das Ziel, die Mädchen und Jungs in ihrer eigenen Entwicklung auf und neben dem Platz weiter zu bringen. Da kann es auch mal sein, dass Punkte nicht immer im Vordergrund stehen. Klar ist jedoch, dass wir bei jedem Spiel  wir auf den Platz gehen, um zu gewinnen.

Wie in jedem Jahr gab es im Sommer einen Bruch in der Mannschaft. Die Neulinge in der Mannschaft scheinen den Schritt in den 11er-Fussball aber hervorragend gemeistert zu haben, auch ein Verdienst der älteren im Team?

Genau,  beim FCT  wird altersbedingt jeden Sommer fast das halbe Team gewechselt. Dies sind immer grosse Herausforderungen. Der Verdienst gehört der ganzen Mannschaft. Denn bei uns sind es nicht die älteren Spieler, die das Spiel entscheiden müssen. Sicherlich gehen sie als Vorbilder oder, wie wir sagen, als „Götti“ für die Jüngeren voran. Ziel ist sicherlich auch, dass diese Spieler Stützen im Team sind, sogar sein müssen. Nächstes Jahr werden es dann wieder Andere sein. Aber es ist nicht so, dass wir vom älteren Jahrgang „leben“. Bei uns im Team muss jeder auf dem Feld beweisen, was er kann und will. Da ist mir das Alter oder auch Geschlecht egal, auch, ob ein Spieler Captain, im Spielerrat oder sonst was ist. Am Samstag spielen diejenigen Spieler, die während der Woche am meisten Einsatz, Wille und Spielfreude im Training zeigen.

Was ist für euch als Trainer-Gespann das schönste beim Trainieren einer Junioren-Mannschaft?

Für mich persönlich ist es das schönste, wenn die Mädchen und Jungs mit viel Freude und Begeisterung ins Training kommen. Danach trotz harten und intensiven Trainings, wo viel von ihnen erwartet wird, mit noch mehr Freude und Begeisterungen nach Hause gehen können. Ich denke, so sieht es auch mein Trainer-Kollege Matthias.

Fussball ist ein Mannschaftssport, so ist wie bei allen Tobler Mannschaften auch bei euch das Team der Star. Wie gibst du deinen Spielern diesen Gedanken weiter? Was macht für dich ein Team aus?

Da viele der Jungs schon seit klein auf beim FCT sind, musste ich nicht mehr viel weitergeben, sondern nur noch weiterleben. Das ist sicher eine ganz grosse Stärke unserer Mannschaft, wie auch des ganzen Vereins. Für mich macht ein Team aus, dass jeder für den Andern da ist. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch neben dem Platz. Jeder ist gleichberechtigt und jeder hat die gleichen Ansprüche. Wenn jemand hinten anstehen muss, oder beim Fussball nicht in der Startelf steht, dann unterstützt er seine Teamkameraden und die Mannschaft, und ist nicht sauer auf den Spieler oder den Trainer.

Was sind nun die Ziele für die zweite Hälfte der Saison. Geht der Blick nach oben oder will man sich eher gegen hinten Absichern?

Wir nehmen Spiel für Spiel, am Ende schauen wir, wo wir stehen. Wenn wir auf den Platz gehen ist unser Ziel natürlich klar, gewinnen. Klar ist jedoch auch, dass in diesem Team viel Potential steckt und die Spieler durch ihren eigenen Erfolgswillen eher nach oben schauen.

Die Torproduktion läuft bei euch auf Hochtouren ist eure Top-Goal Aktion ein zusätzlicher Ansporn für die Mädels und Jungs?

Es ist sicherlich in den Hinterköpfen der Spieler, jedoch geht man nicht in das Spiel, um möglichst viele Tore zu schiessen. Das ist nicht Priorität Nummer eins und ist auch nicht in unserem Sinne als Trainer. Wir wollen einen gepflegten Fussball spielen. Jedoch wird  der Hunger auf Tore so sicherlich angeregt, man gewinnt Spiele nur dann, wenn man auch Tore erzielt. Also bestimmt auch ein kleiner Ansporn. Ziel ist es ja, mit der Top-Goal Aktion einen Beitrag an das Trainingslager in Schruns zu regenerieren.

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